Wir leben in unsicheren Zeiten, in denen unsere Demokratie und unsere europäischen Werte unter massivem Druck stehen. Wir müssen aktiv werden, um ein solidarisches, vielfältiges und demokratisches Europa zu festigen und gegen rechte Kräfte zu verteidigen. Europa ist die einzige Lösung und Zukunft für die Krisen und Herausforderungen unserer Zeit. Doch Europa ist oft zu weit weg und nicht nah genug an den Menschen. Diese Lücke schließen wir bei der JEF, indem wir als mutige Europäerinnen und Europäer mit lauter Stimme unser Europa der Zukunft bauen und durch unsere Formate greifbar machen.
Seit 2019 bin ich bei den JEF aktiv. In den letzten sechs Jahren konnte ich viele Erfahrungen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene sammeln. Ich bin seit diesem Jahr Generalsekretärin, war davor aber schon drei Jahre als Beisitzerin und dann als Landespressesprecherin im Landesvorstand. Ich bin außerdem seit 2021 die Kreisvorsitzende von Heidelberg/Mannheim und für den Bundesausschuss delegiert.
Warum ich mich für die JEF engagiere: Ich bin fest davon überzeugt, dass eine überparteiliche Bewegung wie die JEF gerade jetzt wichtiger denn je ist. In polarisierenden Zeiten bieten wir politisch interessierten eine Plattform, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, auch wenn die Meinungen oft auseinandergehen. Wir müssen weiterhin Menschen verschiedener politischer Lager zusammenbringen und eine starke Stimme für die europäische Jugend sein. Ein vereintes und föderales Europa ist die Antwort auf viele schwierige Fragen unserer Zeit und als JEF sind wir an der Ausgestaltung der Antworten aktiv beteiligt. Europa muss sich verändern und noch mehr zusammenwachsen, dafür legen wir als Jugendverband den Grundstein.
Ich komme aus der Nähe von Frankfurt, einer der größten Verkehrsknotenpunkte Europas. Großgeworden bin ich in einem Europa, in dem andere Länder für mich schon immer nur einen Katzensprung entfernt, und die Grenzen kontrollfrei waren. Ich habe in Deutschland und Schottland gelebt, bin für Erasmus in Frankreich gewesen und habe Freunde und Familie in den Niederlanden. Leider wird gerade durch die Politik immer weiter versucht, in dieses Recht einzugreifen. Damit wir alle weiterhin unsere europäischen Freiheiten ausleben können, engagiere ich mich bei der JEF Baden-Württemberg.
Im aktuellen gesellschaftspolitischen Klima finde ich es total wichtig, die Zivilgesellschaft zu stärken, Menschen für eine gemeinsame Idee zu begeistern, und so zusammen zu bringen. Die JEF stellt eine einzigartige Plattform dar, die die Möglichkeit bietet, dass Menschen trotz verschiedener politischer Meinungen sich unter einer gemeinsamen Vision vereinen, und sich für ein starkes gemeinsames Europa einsetzen.
Europa war einmal ein Symbol der Hoffnung. Die Europäische Union das Projekt der Einigung unseres Kontinents, das Frieden und Wohlstand sichern sollte. In einer Welt der Krisen sind Zusammenarbeit, gemeinsame Lösungen und Vertrauen wichtiger denn je, und doch ist gefühlt kaum noch etwas davon übrig, wenn wir über die Europäische Union nachdenken. Brexit, schwerfällige Bürokratie und Korruption sind nur einige der Begriffe, die häufig fallen, wenn es um die EU geht.
Gleichzeitig steht Deutschland gemeinsam mit allen anderen europäischen Staaten vor großen Herausforderungen und Umbrüchen: Klimawandel, Migration, Digitalisierung, China als aufstrebende Weltmacht und nicht zuletzt ein neuer Krieg auf unserem Kontinent. Alleine kann kein Staat diese bewältigen. Gemeinsam dagegen schon und das weitaus effizienter und innovativer, wenn wir anfangen zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen, anstatt das Rad überall aufs Neue zu erfinden.
Ich bin überzeugt, dass europäischer Föderalismus ein Schlüssel bei der Bewältigung vieler dieser und weiterer Herausforderungen sein kann und die logische Weiterentwicklung ist: Europa, in Vielfalt geeint.
Mein Gymnasium lag in Breisach direkt am Rhein — mitten in der Grenzregion. Viele meiner Mitschüler:innen haben täglich die Grenze nach Frankreich überquert, um zur Schule zu kommen. Für uns war es selbstverständlich, dass eine Grenze kaum mehr spürbar war. Europa war für mich von klein auf nicht nur ein politisches Konzept, sondern gelebte Realität.
Mein Studium führte mich zunächst rheinaufwärts nach Konstanz, wo ich Wirtschaftswissenschaften studierte. Anschließend zog es mich für meinen Master in European Integration in East Central Europe nach Leipzig. Dabei hatte ich Auslandsaufenthalte in Cardiff, St. Petersburg, Brüssel und Basel, wo ich Europa jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen durfte.
Für mich steht JEF wie kaum eine andere Organisation für die Vision eines vereinten, demokratischen, solidarischen und handlungsfähigen Europas. Gerade in Zeiten von Populismus, Nationalismus und zunehmender Euroskepsis braucht es engagierte junge Menschen, die sich klar zur europäischen Idee bekennen und sie mit Leben füllen.
Mein Engagement bei der JEF verdanke ich in doppeltem Sinne dem Brexit. Zum einen bin ich auf die JEF durch die Veranstaltung „Nordirlandkonflikt und Brexit“ der Europa Union aufmerksam geworden. Zum anderen führte der Brexit mir erschreckend vor Augen, dass Europa – so wie wir es kennen – keine Selbstverständlichkeit ist. Das Gelingen des so einmaligen Projektes der EU hängt meines Erachtens stark vom Wissen und dem Engagement ihrer Bürger:innen ab.
Deshalb habe ich mich der JEF angeschlossen, um mich mit europabegeisterten jungen Menschen verschiedenster Studienrichtungen und politischer Gesinnungen über aktuelle europäische Themen auszutauschen und mich gemeinsam mit ihnen für die EU einzusetzen.
Als begeisterter Europäer bin ich seit 2021 in der JEF aktiv, um mich für ein föderales und demokratisches Europa einzusetzen. Ich habe unglaublich viel Spaß daran, mit anderen Jungen Menschen aus den verschiedenen politischen Lagern gemeinsam für unsere Vision von Europa zu kämpfen. Neben meinem Engagement in der JEF studiere ich Geschichte in Tübingen. Darin beschäftige mich vor allem mit frühneuzeitlichen Wissenskulturen und Kolonialismus. Davor habe ich einen deutsch-französischen Bachelor in Aix-en-Provence abgeschlossen; deshalb liegt mir der deutsch-französische kulturelle Austausch besonders am Herzen. Wenn ich nicht gerade für ein starkes Europa demonstriere, trifft man mich entweder in der Bibliothek, beim Saxophonspiel oder beim Kaffeetrinken mit Freund:innen.
Gerade in Zeiten, in denen der europäische Gedanke immer stärker unter Druck gerät, ist es wichtig, deutlich zu machen: Unsere gemeinsame Währung, unsere Freizügigkeit in der EU und unsere transnationalen Freundschaften sind unglaublich wichtige Güter, die den Alltag und das Leben so vieler Menschen täglich verbessern und die wir unbedingt schützen müssen. Durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch sind die politischen und kulturellen Handlungsmöglichkeiten viel größer als nur im nationalen Rahmen und wir in der JEF gestalten sie aktiv mit!
Mit meinem Engagement in der JEF möchte ich die europäischen Werte fördern und weitertragen. Ich möchte den Menschen zeigen, dass die europäische Gemeinschaft keine Selbstverständlichkeit ist, sondern dass wir uns stetig für sie einsetzen müssen.
Die Europäische Union ist eines der erfolgreichsten Projekte, dem es gelungen ist, aus Feinden Freunde zu machen. Ich möchte mich dafür einsetzen, das Thema Europa stärker in den politischen Diskurs einzubringen. Außerdem möchte ich im Alltag darüber aufklären, wo Europa bereits überall präsent ist und was sich durch die europäische Perspektive verbessern lässt.
Zudem möchte ich die Perspektiven der Länder einbringen, die erst seit Kurzem Mitglied der Europäischen Union sind oder es in Zukunft werden möchten. Unterschiedliche Perspektiven erweitern den Horizont und eröffnen neue Wege und Lösungen, die unser aller Leben bereichern können. Nur gemeinsam können wir eine friedliche und prosperierende Zukunft gestalten. Genau diese Hoffnung verkörpert die JEF für mich: ein Symbol für eine friedliche europäische Gemeinschaft und für die gemeinsame Zukunft, an die ich glaube.
Ich engagiere mich bei der JEF, weil ich fest an ein Europa glaube, das Frieden, Menschenrechte und Demokratie schützt und stärkt. Gerade in einer Zeit, in der diese Werte zunehmend unter Druck geraten, reicht es nicht aus, Europa nur wertzuschätzen – wir müssen bereit sein, es aktiv mitzugestalten.
Europa ist für mich keineswegs perfekt. Es gibt viele Herausforderungen und Bereiche, in denen die Europäische Union besser werden kann. Genau deshalb engagiere ich mich: Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, Europa weiterzuentwickeln, junge Menschen für den europäischen Gedanken zu begeistern und zu zeigen, dass jede und jeder von uns die Zukunft Europas mitgestalten kann.
Ich hatte das große Glück in einem friedlichen und freien Europa aufwachsen zu dürfen. Schon früh durfte ich gemeinsam mit meiner Familie viele Länder bereisen und Europa in seiner Vielfalt erfahren.
Viele Errungenschaften, wie offene Grenzen oder eine gemeinsame Währung waren für mich immer selbstverständlich. Umso bedrückender ist es zu sehen, dass diese, für meine Generation selbstverständlichen, Errungenschaften von allen Seiten unter Beschuss stehen und eben nicht mehr selbstverständlich sind.
In meinem Engagement bei der JEF sehe ich die Möglichkeit bei vielfältigen Veranstaltungen und Initiativen mitzuwirken um dadurch insbesondere jungen Leuten zu ermöglichen mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten und die eigenen Perspektiven auch im Austausch mit unseren europäischen Nachbarn zu erweitern.
Ich bin davon überzeugt, dass wir als JEF aktiv zu einem gesamtgesellschaftlichen Pro-Europäischen Momentum beitragen können und als junge Generation mutig vorangehen müssen.
Aufgewachsen in einem kleinen Dorf auf der schwäbischen Alb habe ich über unsere Städtepartnerschaft bereits früh viel Europa erleben dürfen. Das möchte ich auch den nachfolgenden Generationen ermöglichen und am besten noch intensivieren. Wir brauchen ein demokratisches, föderales, gerechtes und nachhaltiges Europa, dass seine Bürger:innen mitnimmt und inkludiert, um Herausforderungen wie die Klimakrise anpacken zu können. Dafür ist es essenziell junge Leute abzuholen und ihnen über Projekte wie ein JEP die Europäische Perspektive zu zeigen, sowie dieses Engagement auch in die ländlichen Räume zu bringen.