Weichen für die Zukunft gestellt

Weichen für die Zukunft gestellt

LAUDA. Podiumsdiskussionen an Schulen, Fahrten zu Institutionen der Europäischen Union oder gemeinsame Veranstaltungen zum Thema Europa – dies waren nur einige wenige Themen, die die Mitglieder der JEF Main-Tauber-Hohenlohe, der Jugendorganisation der überparteilichen Europa Union in ihrer konstituierenden Sitzung in Lauda unter dem Vorsitzenden Nicolas van Wijnen für das kommende Jahr beschlossen. Ziel ist es junge Menschen für Europa und den damit verbundenen großartigen Möglichkeiten zu begeistern. Gerade in Zeiten, in denen Frieden nicht selbstverständlich ist, müssen wir gerade die Jugend für die Idee eines gemeinsamen Europas gewinnen. Die JEF hat sich dies zu ihrer Aufgabe gemacht und mit der konstituierenden Sitzung die Weichen für die weitere Zukunft gestellt.

Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen und wenden sich bitte an: maintauberhohenlohe@jef-bw.de

Pressebericht zur Gründung

Fränkische Nachrichten 9. Mai 2014
Gründungsversammlung der „Jungen Europäer“:
Kreisverband Main-Tauber-Hohenlohe wählte seinen Vorstand
Handeln, mitmachen und etwas bewegen
Von unserem Mitarbeiter Peter D. Wagner

MAIN-TAUBER-KREIS. Zu ihrer konstituierenden Sitzung für die Gründung eines Kreisverbandes Main- Tauber-Hohenlohe der „Jungen Europäer – Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) Baden Württemberg“ trafen sich am vergangenen Sonntag zahlreiche vor allem jüngere Politikinteressente und JEF-Mitglieder im Rebgut in Lauda. Die Gründungsveranstaltung fand in Kooperation mit dem Kreisverband Main-Tauber / Hohenlohe der Europa Union Deutschland statt. Besondere Ehrengäste waren die beiden regionalen Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel (SPD) und Nina Warken (CDU), MdL Dr. Professor Wolfgang Reinhart (CDU) sowie der Kreisvorsitzender der überparteilichen Europa-Union, Dr. Ulrich Derpa.

„Die JEF ist die unabhängige und überparteiliche pro-europäische Jugend- Organisation der Europa Union“, erklärte Derpa in seiner Begrüßung, wobei er ausdrücklich darauf hinwies, dass die JEF nicht unpolitisch sei. Nicht nur in großen Städten oder an Universitäts-Standorten, sondern auch im ländlichen Raum sei Europa vor Ort präsent, hob der Europa-Union-Kreisvorsitzend hervor. Dies könne durch zahlreiche Förderprogramme wie etwa das ERASMUS-Programm der europäischen Kommission oder andere Maßnahmen wie etwa Jugendaustausche belegt werden. Deshalb begrüße er ganz besonders die Initiative zur Gründung eines Kreisverbandes auch in der Main-Tauber-Hohenlohe-Region, der bereits seit längerem angestrebt worden sei. Angesichts der bevorstehenden Europawoche und der Europawahl könne es dennoch kaum einen besseren Zeitpunkt für die Gründungsversammlung geben. „Handeln, Mitmachen, Bewegen“ laute das Motto der Europawahl 2014, zu der über 400 Millionen Menschen aufgerufen seien

Zusammenarbeit über die Grenzen

„Die „Jungen Europäer – JEF“ setzen sich als eine unabhängige, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation für die föderative Vereinigung der europäischen Völker und die föderalistische Neuordnung der europäischen Gesellschaft ein“, erklärte Sebastian Lang vom JEF-Landesvorstand. Die grenzüberschreitende und europäische Zusammenarbeit mit anderen Sektionen der Jungen Europäischen Föderalisten sowie Verbänden, die ebenso wie die JEF für eine föderalistische Vereinigung der europäischen Völker in einer demokratischen, friedlichen und sozialen Gesellschaft eintreten, seien weitere Ziele der JEF. Mitglieder könnten natürliche Personen im Alter von 16 bis einschließlich 34 Jahren sein.

„Mit der heutigen Gründungsversammlung des Kreisverbandes setzen Sie drei Wochen vor der Europa- Wahl ein starkes Signal gerade auch an die jungen Menschen, dass es sich lohnt, sich um das gemeinsame Haus Europa und dessen Ausgestaltung nicht nur Gedanken zu machen, sondern aktiv daran mitzuarbeiten“, hob auch Schlegel hervor, die sich selbst als überzeugte Europäerin bezeichnete. Sie finde es unter anderem problematisch, dass die Öffentlichkeit in den letzten Jahren zum Beispiel immer über die Exekutive informiert worden sei, ohne dass das Parlament zu sehr durchgedrungen sei. „Vieles ist gut in Europa und die europäische Einigung ist und bleibt unser bester Schutz gegen Krieg und Nationalismus“, zeigte sich Schlegel überzeugt. Leider werde dies von vielen Bürgern als Selbstverständlichkeit hingenommen ohne zu erkennen, dass „die Friedensdividende jeden Tag neu erwirtschaftet werden muss“, betonte die Bundespolitikerin, die dem neu gegründeten Kreisverband viel Erfolg wünschte.

Für ein friedliches Europa

„Baden-Württemberg profitiert von Europa“, lautete eine wesentliche These des MdL und ehemaligen Europa- Minister Reinhart. Dies gelte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in Hinsicht eines friedlichen Europas. Er wies ebenfalls darauf hin, dass Friede keine Selbstverständlichkeit sei, sondern der gerade auch in einer sich rasant verändernden Welt bewahrt werden müsse, damit auch zukünftige Generationen von ihm profitieren könnten. „Die EU – eine Rechtsgemeinschaft“, „Zusammenarbeit über Grenzen hinweg“, „Die EU-Donauraumstrategie kommt aus Baden-Württemberg“, „Reisen ohne Grenzen“, „Europäischer Binnenmarkt: Eine Erfolgsbilanz für den Südwesten“, „Große Chancen durch ein Transatlantisches Freihandelsabkommen“, „Der Euro – Eine stabile Währung“ und „Der Ländliche Raum und die Landwirtschaft werden mit EU-Programmen vorangebracht“ waren unter anderem weitere Themen in Reinharts Referat, in dem er verschiedene Vorteile und Perspektiven der Europäischen Union aufzeigte.

Bei den Wahlen des Kreisverbandsvorstandes wurden unter anderem Nicolas van Wijnen aus Gerlachsheim, zum Vorsitzenden sowie Marco Hess aus Oberbalbach und Christian Lozina aus Bad Mergentheim zu dessen Stellvertretern bestimmt. Schatzmeister Andreas Dohn aus Großrinderfeld. Die Wichtigkeit, dass sich speziell junge Menschen für Europa einsetzen und engagieren, hob Warken in einem Schlussstatement hervor, zumal gerade junge Menschen von Europa besonders profitieren könnten. Zudem wies Warken ebenfalls darauf hin, wie relevantes es sei, sich für die Europawahl stark zu machen.