Junge Europäer feiern Rekordzuwachs

Jan-Philipp Scheu bleibt Vorsitzender der JEF Reutlingen

REUTLINGEN. Am Montagabend war es fast auf den Tag genau ein Jahr her, dass Jan-Philipp Scheu die Geschicke der Junge Europäischen Föderalisten (JEF) in Reutlingen übernommen hatte. Der Kreisverband zählte damals 16 Mitglieder – jetzt sind es bereits 27. „Mit 40 Prozent Zuwachs sind wir im ganzen Land klare Spitze“, freute sich Scheu bei der Mitgliederversammlung, die ihn mit großer Mehrheit im Amt bestätigte.

Es herrscht eine motivierte Umtriebigkeit in dem noch jungen Verband, der erklärtermaßen für die Europäische Idee streiten und werben will. Mit Stolz und Dankbarkeit blickte Scheu gerade auf das Engagement vieler neuer Mitglieder – nicht aber ohne diese direkt an derselben Stelle für die Zukunft zu verpflichten: „Mit der Europawahl steht uns ein Großereignis ins Haus, um das wir uns gar nicht genug bemühen können“, kündigte er an. Sichtbar zu sein und die Menschen zu begeistern, müsse daher das Motto sein.

Die Bilanz des vergangenen Jahres: Der monatliche Stammtisch ist konstant gut besucht, der Austausch mit den Nachverbänden wird tiefer und routinierter und für den Fuß in der Tür des Landesverbandes sorgt Scheu selbst. Zusätzlicher Höhepunkt in 2018: Erst im November fand ein Bürgerdialog über die EU als Werteunion statt. Gastgeber war die Reutlinger JEF in Kooperation mit dem Landratsamt. Zu den Verantwortlichen gehörten damals unter anderem Natalie Maier und Markus Hehn, die nun beide in höheren Ämtern auch weiterhin mehr Verantwortung übernehmen werden – als Referentin im Vorstand sowie als stellvertretender Kreisvorsitzender. „Ich bin sehr glücklich, dass sich in diesem Jahr so viele meiner Mitglieder selbst hervorgetan und ihren Einsatz angeboten haben“, kommentiert das Scheu, dem damit die Suche nach möglichen Kandidaten erspart geblieben ist.

Mit Mert Akkeçeli und Julian Storz bleiben Scheu gleichzeitig zwei erfahrene Vize-Vorsitzende erhalten. Und auch über ein funktionierendes Netzwerk außerhalb des eigenen Teams kann er sich freuen. Gleich zwei Vertreter des JEF-Landesverbandes beehrten die Reutlinger am Montagabend, wie auch Katja Fischer, ihres Zeichens Europabeauftragte des Landratsamts.

Der neue Kreisvorstand der JEF Reutlingen setzt sich zusammen wie folgt: Jan-Philipp Scheu wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Ihm zur Seite stehen die drei stellvertretenden Vorsitzenden Mert Akkeçeli, Markus Hehn und Julian Storz. Natalie Maier wurde als Internet- und Organisationsreferentin neu in das Amt gewählt. Marcel Eder bleibt Schatzmeister des Verbandes. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Tim Hackenberg, Katharina Joeres, Steffi-Melanie Kemmler, Tim Lange, Felix Mayer und Lea Wyndorps.

v.l.n.r.: Katharina Böbel, Steffi-Melanie Kemmler, Mert Akkeçeli, Natalie
Maier, Katharina Csik, Jan-Philipp Scheu, die Europabeauftragte Katja Fischer, Markus Hehn, Landesvorstandsmitglied Alexander Holder und Julian Storz

 

Spannungsfeld EU-Werte

Die Förderung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, die Erhaltung des Friedens, der Abbau von Handelshemmnissen oder die Verbesserung der Qualität der Umwelt – das alles sind nur einige der Werte, denen sich die Außenpolitik der EU verschrieben hat. Nicht ganz unproblematisch, wie Politikwissenschaftlerin Bettina Ahrens am vergangenen Mittwoch im Reutlinger Landratsamt erklärte.

Mit ihrem Vortrag zur Rolle von Werten in der EU-Außenpolitik eröffnete sie dort den Bürgerdialog der Jungen Europäischen Föderalisten Reutlingen (JEF Reutlingen) und sprach von einem „Spannungsfeld“, in welchem sich die Werte immer wieder gegenüberstünden. Wenn sich dann etwa in einer bestimmten Frage nicht gleichzeitig Umweltschutz und das Ziel freieren Handels unter einen Hut bringen ließen, dann zeige sich diese Spannung besonders deutlich – und sei im Übrigen kaum aufzulösen. Stattdessen forderte Ahrens, offen über diese Widersprüche zu sprechen und die Politik der EU selbstkritisch zu hinterfragen. Aber: Trotz der Spannungen könne die Union wertegeleitete Außenpolitik betreiben, und genau diese Rolle müsse sie jetzt auf der Weltbühne auch einnehmen.

Offen zu sprechen war ohnehin das Motto des Abends, der unter der Überschrift „Die EU als Wertegemeinschaft“ stand. In drei Workshops näherten sich die knapp 50 Teilnehmer nicht nur den Werten in der Außenpolitik, sondern sprachen auch über den Wertekonflikt im Innern der EU und über die gefährliche Rolle des Populismus. Im Anschluss daran debattierten die Vertreter der Jugendorganisationen deutscher Parteien über ihre Pläne für Europa – und auch das Publikum konnte jederzeit eingreifen und eigene Beiträge oder Fragen dazwischenwerfen.

Jan-Philipp Scheu, Vorsitzender des jungen Reutlinger JEF-Verbandes, war begeistert von der hohen Zahl an Gästen und deren Diskussionslust, die in den gut drei Stunden nie abbrach und den Titel „Bürgerdialog“ vollkommen rechtfertigte. Marc-Oliver Buck teilte Scheus Begeisterung. Der JEF-Landesvorsitzende Baden-Württembergs hatte sich den ganzen Abend lang als Teilnehmer unter die Gäste gemischt und beendete mit seinem Schlusswort die Veranstaltung. Dass ein so junges Team wie das der Reutlinger so viele Menschen an einem Mittwochabend zum Dialog über die EU zusammenbringe, sei einmalig und zeige, wie wichtig junges Engagement für die Zukunft Europas sei.

 

 

Weindorf-Treff der Jugendverbände August 2018

Am 30. August 2018 haben wir uns mit anderen Jugendparteien zum Weindorf-Treff der Jugendverbände auf dem Reutlinger Weindorf getroffen. Mit dabei waren neben unseren Mitgliedern Vertreter von JU, Jusos und der Grünen Jugend. Schön, dass ihr alle dabei gewesen seid. Es war ein toller Abend!

 

 

 

 

 

JEF-Stammtisch Juli 2018

Am 19. Juli fand wie jeden dritten Mittwoch im Monat unser JEF-Stammtisch statt. Wir werden in diesem Jahr noch einen Bürgerdialog organisieren und haben uns darüber Gedanken gemacht. Auch konnten wir unser Neumitglied Nastassia beim Stammtisch begrüßen.

 

 

 

 

JEF-Stammtisch Juni 2018

Am 20. Juni fand unser dritter JEF-Stammtisch statt. Wir haben intensiv über den aktuellen Asyl-Konflikt der Bundesregierung diskutiert und welche Folgen dies für Europa haben könnte. 🇪🇺
Es war ein gemütlicher Abend bei interessanter und kontroverser Diskussion.

 

 

 

JEF-Stammtisch Mai 2018

Am 16. Mai fand unser zweiter JEF-Stammtisch statt. Wir haben über aktuelle bundes- und europapolitische Themen diskutiert.

 

 

 

 

Unser erster JEF-Stammtisch war ein voller Erfolg!

Am 18. April 2018 haben wir uns zu unserem ersten JEF-Stammtisch getroffen und über aktuelle europapolitische Themen diskutiert. Wir freuen uns sehr, dass wir heute ein Neumitglied und zwei interessierte Gäste begrüßen konnten.
Unsere Stammtische finden ab jetzt immer am dritten Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr statt.
Im nächsten Monat ist es der 16. Mai.

 

 

 

1. Europatag Neckar-Alb war ein voller Erfolg!

„United we stand, divided we fall“: Mit diesem Apell des Ratspräsidenten Donald Tusk vor dem letzten EU-Gipfel in Malta hat Europa eine neue Phase der europäischen Integration eingeleitet, insbesondere auch im Bereich der gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die Europäische Union sichert heute und für weitere Generationen Frieden in Europa. Zivilgesellschaftliche Bewegungen wie beispielsweise „Pulse of Europe“ lassen viele Europa-Befürwörter angesicht des BREXIT und weiterer Bedrohungen für die europäische Einigungsidee neu und bewusst vor allem auch in der Öffentlichkeit aufstehen.
Vielleicht war das Jahr 2016 daher im Ganzen gesehen deshalb sogar eine Stärkung Europas. Dem „Trotz Alledem“ eines bekennenden Europa-Liebhabers wie Heribert Prantl lässt sich daher zugleich ein „Jetzt erst Recht“ hinzufügen.

Am 25. März 1957 – also vor 60 Jahren und auch als Reaktion auf die Ablehnung der Idee einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft EVG durch das französische Parlament – wurden die sogenannten Römischen Verträge von Bundeskanzler Adenauer und Staatssekretär Walter Hallstein sowie von den BENELUX-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg unterzeichnet, die im Januar 1958 in Kraft traten. Seither blicken wir insgesamt auf eine erfolgreiche und weltweit einmalige Friedens- und Wohlstandsgeschichte Europas zurück.

Vor diesem Hintergrund feierten wir gerade auch in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen den Europatag 2017 mit einem Festakt, der unter den nachfolgenden Leitfragen zum einen eine selbstvergewissernde Rückbesinnung und zum anderen die Zukunft in den Blick nimmt:

  • Wie lässt sich, gerade auch aus dem Südwesten Deutschlands heraus, die Ausgangslage der Römischen Verträge von 1957 beschreiben und welche Rolle spielt für uns Baden-Württemberger dabei die deutsch-französische Freundschaft?
  • Was waren und sind die Stärken Europas, wenn wir hier in Reutlingen heute an unseren ganz persönlichen Alltag in Gesellschaft und Freizeit, sowie in Bildung, Wirtschaft und Verwaltung denken?
  • Was bringt Europa für unseren Wohlstand, wo ist Europa wichtig, welche Projekte werden von der EU mit gefördert?
  • Und schließlich: Wie wird, unter Berücksichtigung der von der Kommission vorgelegten fünf Szenarien, die Zukunft Europas aussehen? Was muss bleiben, was sollte sich verändern?

Der Vorsitzende des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union im Deutschen Bundestag, Gunther Kriechbaum MdB hielt die Festrede zum 60. Jahrestag der römischen Verträge. Regierungspräsident Klaus Tappeser hielt ein Grußwort.

Über die oben genannten und weitere Leitfragen zu diesem breiten Themenkreis diskutierten wir mit ausgewiesenen Praktikern und Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung – und natürlich mit den Bürgerinnen und Bürgern aus der gesamten Region Neckar-Alb.

Auf dem Podium diskutierten:

Gunther Krichbaum, MdB, Wirtschaftsjurist und Vorsitzender des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union im Deutschen Bundestag

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner, Europabeauftragter der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Director Steinbeis-Europa-Zentrum

Martin Fahling, Bereichsleiter International der IHK Reutlingen / Tübingen / Zollernalb

Dr. rer. soc. Martin Große Hüttmann, Akademischer Oberrat am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen und Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Europäischen Zentrums für Förderalismus-Forschung (EZFF) Tübingen

Christoph Schnabel, Senior Manager bei der u.a. auf Sozialwirtschaft spezialisierten perplus GmbH, Frankfurt am Main

Moderation:

Dr. Kurt Gaissert, externer Sprecher der Europäischen Kommission, Brüssel

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Vielen Dank!

v.l.n.r.: Christoph Schnabel, Dr. rer. soc. Martin Große Hüttmann, Julian Storz,
Dr. Niels Joeres, Dr, Kurt Gaissert, Martin Fahling, RP Klaus Tappeser,
CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Donth, Gunther Krichbaum MdB,
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner

v.l.n.r.: Martin Fahling, Christoph Schnabel, Gunther Krichbaum MdB,
Dr. Kurt Gaissert, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Norbert Höptner,
Dr. rer. soc. Martin Große Hüttmann

 

Get-together mit dem Europakoordinator der Stadt Reutlingen

Nach erfolgter Gründung in Anwesenheit von Norbert Lins (MdEP), Thomas Poreski (MdL) sowie Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Reutlingen Alexander Kreher haben sich die Jungen Europäer der JEF Reutlingen am vergangenen Montag mit dem Europakoordinator der Stadt Reutlingen, Michael Herrmann, getroffen. Erfreulicherweise nahm auf städtische Vermittlung auch Frau Eva-Maria Seitz als Vorstandsmitglied des örtlichen Jugendgemeinderats am Treffen teil. Zusammen wurden Ideen für gemeinsame Aktivitäten gesammelt.

Nach einer kurzen Begrüßung berichtete Herr Herrmann über die kommunale Europaarbeit der Stadt Reutlingen und seine Aufgabenfelder als Europakoordinator. „Je nach zitierter Quelle haben 60-85 % der auszuführenden Gesetze ihren Ursprung auf europäischer Ebene oder wurden von dort beeinflusst“, so Herr Herrmann. Dies zeige, wie wichtig es sei, dass die Stadtverwaltung innerhalb des Hauses ausreichend Kompetenzen vorhalte und für die Europafähigkeit der Beschäftigten und in den Arbeitsabläufen sorge.

Der Akquise von EU-Fördermitteln wird laut Herr Herrmann in der Stadtverwaltung eine ganz besondere Bedeutung beigemessen und so verwundert es nicht, dass beim Berichten über aktuelle Projekte der Reutlinger Europaarbeit dieser Bereich den meisten Raum einnahm. Daneben kamen auf Basis eines erst wenige Tage zurückliegenden Arbeitsaufenthalts in Brüssel europapolitische Entwicklungen zur Sprache.

Nach einer kurzen Fragerunde loteten die Jungen Europäer gemeinsam mit Herrn Herrmann und Frau Seitz die zukünftigen Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Mitgliederwerbung, öffentlicher Auftritte und strategischer Partnerschaften aus.

Abschließend bedankte sich der Kreisvorsitzende Julian Storz bei Herrn Herrmann für die interessanten Einblicke und zeigte sich sehr zuversichtlich bezüglich der zukünftigen Zusammenarbeit.