Jugendherberge Ostkreuz, Berlin. Für das Wochenende vom 11. -13. Okt 2019 fanden sich dieses Jahr über 100 Delegierte der jeweiligen Landesverbände der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) aus allen Bundesländern zusammen um über richtungsweisende Fragen der JEF Deutschland in ihrer Struktur und ihrer Ausrichtung auf dem Bundeskongress 2019 der JEF Deutschland zu debattieren als auch zu entscheiden.

Als Teil der gewählten Delegation des mitgliedsstärksten Landesverbandes Baden-Württemberg begaben sich auch die Mitglieder des Kreisverbandes Konstanz Lara Sosa Popovic (stellvertretende Bundesvorsitzende), Samuel Wörz, Sebastian Amberger (stellvertretender Kreisvorsitzender) und Erik Hammer (Beisitzer im Kreisvorstand) nach Berlin um sich bei den Abstimmungen und Wahlen einzubringen.

Ein energiegeladenes Wochenende mit wenig Schlaf aber dafür umso längeren Sitzungen und viel Motivation: sei es bei konzentrierten Diskussionen zu Anträgen und Änderungsanträgen bei Tag oder während dem gemeinsamen Feiern mit internationalen Gästen in Berliner Clubs bei Nacht.

Nachdem wir freitags Grußworte von verschiedensten Personen, darunter auch Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt erhielten und im Austausch mit Jungparteienvertretern bei einem Word-Café den Abend im Europahaus in der Nähe des Brandenburger Tors gut verbrachten, begann Samstag um 9 Uhr die Eröffnung des Bundeskongresses durch den Bundesvorsitzenden Malte Steuber. Insbesondere der Leitantrag des Bundesvorstandes wurde lange debattiert und Abschnitte zu Klimaschutz, Spitzenkandidatenprinzip und sozialer Marktwirtschaft weiter geschliffen und diskutiert. Mit Satzungsänderungen wurden wesentliche Schritte für moderne Mitgliederakquise und effiziente Projektkoordination unternommen.

Neu gewählt wurden Emmeline Charenton (Bayern), Clara Föller (Hessen), Larissa Montag (Bayern) und Alain Ziegler (Baden-Württemberg) als Beisitzer im Bundesvorstand, Julian Schahl (Baden-Württemberg) zum Bundesausschussvorsitzenden, Georg Händel zum Bundessekretär und Lara Sosa Popovic aus dem Kreisverband Konstanz zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Wir gratulieren allen gewählten Personen herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihnen für ihre neuen Ämter viel Erfolg. Mit einer großen Party endete dieser ereignisreiche Tag.

Der Sonntag stellte den letzten Tag des Bundeskongresses dar und wurde dem Veranstaltungsmotto #stillagenerationahead in jeglicher Hinsicht gerecht. Bei der Verabschiedung wegweisender Stellungnahmen zu dem tragischen, antisemitischen Anschlag in Halle (Saale) als auch zu den Regierungsprotesten in Hongkong bewies die JEF Mal wieder ihren Mut zur klaren Positionierung bei fundamentalen Fragen welche unser demokratisches, europäisches und freies Zusammenleben betreffen. Aber auch zu wirtschaftlichen Themen wie dem MERCOSUR-Abkommen wurde kontrovers debattiert und Haltung eingenommen.

Selbstverständlich kam die europapolitische Debatte ebenfalls nicht zu kurz: mit dem Ende des Bundeskongresses fanden die Delegierten auch eine gemeinsame Formulierung, welche konsequent einen europäischen Rundfunk fordert, um eine europäische Zivilgesellschaft zu stärken und Populismus vorzubeugen. Die genauen Entscheidungen findet ihr übrigens auch hier.

JEF – das bedeutet nun schon seit 70 Jahren jung, europäisch, föderalistisch. Anlässlich dieses Jubiläums wurde nicht nur in die Zukunft geschaut, sondern auch viel zurückgeblickt. Allein schon an den vielen Grußworten ehemaliger Bundesvorsitzender lässt sich erkennen, dass unsere Arbeit auch schon von mehreren Generationen vor uns getragen wurde. Doch blickt man weiter auf der Zeitskala zurück wird klar, dass unsere Werte und Überzeugungen noch nie von selbst weitergetragen wurden. Auch nach 70 Jahren JEF, dem Anstieg von Mitgliedszahlen der JEF DE auf knapp 4000 und den Ausbau der gesamteuropäischen Kooperationen, muss im Auge behalten werden: nur durch weitere Motivation und Leidenschaft, können wir fortsetzen, was wir erreicht haben und umsetzen, was wir erreichen wollen.

Bundeskongress 2019 in Berlin