|
Landesversammlung in Eppingen am 18. Juli 2009

Die diesjährige Landesversammlung der Jungen Europäer - JEF Baden-Württemberg fand am 18. Juli 2009 in Eppingen statt. Im Anschluss an die im Vorfeld ausgetragene Landesversammlung der Europa Union, der Mutterorganisation der JEF, trafen sich 25 junge engagierte Leute um den Kurs des Landesverbandes für das nächste Jahr festzulegen.Die Veranstaltung begann mit der Ernennung von Rainer Wieland, MdEP, zum Ehrenvorsitzenden und auch der Besuch des Landesgeschäftsführers der Europa Union Hans-Dieter Teske und Bettina Kümmerle, der Zuständigen für Mitgliederverwaltung, zeigten wiederum, welchen Stellenwert die Arbeit der JEF in Baden-Württemberg geniesst. Der Vorsitzende Daniel Matteo konnte somit von einem erfolgreichem vergangenen Jahr sprechen, dass sich besonders durch die vom DBJR geförderten 6 Podiumsdiskussionen in verschiedenen Kreisverbänden mit bis zu 200 Besuchern auszeichnete. Im nächsten Jahr sollen erneut die genauso erfolgreichen Straßburger Gespräche in Angriff genommen werden. Thema wird hierbei sein "20 Jahre Mauerfall - welche Grenzen gibt es noch zu überinden ?". Desweiteren freuen sich die Jungen Europäer den Bundeskongress vom 2. bis zum 4. Oktober in Weinheim ausrichten zu dürfen. Dieser feiert das 60-jährige Bestehen der Vereinigung. Wenn du dich über weitere Aktionen der JEF vor Ort informieren möchtest, schau doch einfach mal in den jeweiligen Kreisverbänden vorbei.
"Europa und Globalisierung" Podiumsdiskussion in Konstanz 
„Europa und Globalisierung“ lautete das Thema einer Podiumsdiskussion im Konstanzer Konzil-Saal am 28. Mai 2009. Die JEF-Konstanz hatte zu der Veranstaltung geladen, um vor der Europawahl auf das alltägliche politische Geschehen in Brüssel und Straßburg aufmerksam zu machen. So diskutierten MdEP Heide Rühle (Grüne), MdEP Dr. Andreas Schwab (CDU), MdEP Evelyne Gebhardt (SPD), MdL Michael Theurer (FDP) und Annette Groth (Linke) vor und mit überwiegend jungem Publikum über die verschiedensten europapolitischen Angelegenheiten. Das Themenspektrum der Debatte reichte von der Notwendigkeit eines europaweiten Verbotes von Werbung für nicht gesundheitsfördernde Lebensmittel, über den Erfolg der Dienstleistungsrichtlinie, hin bis zur Rolle der EU in Zeiten der Wirtschaftskrise. Dabei war für das Publikum vor allem eines erkenntlich: Trotz zum Teil stark unterschiedlichen parteipolitischen Standpunkten, ist ein starkes und geeintes Europa aus Sicht der Abgeordneten unabdingbar. Zwar wurde herausgestellt, dass nicht alle Entscheidungen, die in Brüssel getroffen wurden, stets positive Effekte erzielten – vor allem die gemeinsame Agrarpolitik wurde in diesem Zusammenhang kritisiert – doch ist der Erfolg des Integrationsprozesses nicht zu übersehen. Während die erste Hälfte der Diskussion vor allem durch Fragen des Moderators Jörg-Peter Rau (Südkurier) geleitet wurde, standen während der zweiten Hälfte die Abgeordneten dem Publikum Rede und Antwort. Diese wurden daher nicht nur nach ihren parteipolitischen Standpunkten, sondern auch nach ihren persönlichen Ansichten zur Europapolitik befragt, als beispielsweise ein Zuhörer das Podium bat, die ihrer bzw. seiner Meinung nach beste und schlechteste Entscheidung des Europaparlamentes zu benennen. Alles in allem hat dieser Abend dem jungen Publikum vor allem eines deutlich gemacht: auch wenn Europapolitik manchmal etwas unverständlich scheint, so ist es dennoch lohnenswert sich darüber zu informieren, was auf Europäischer Ebene entschieden wird, denn die Zukunft findet in Europa statt.
"Werte und Grenzen der EU" Podiumsdiskussion in Freiburg 
Seit dem Winter 2008 haben sich die Jungen Europäischen Föderalisten in Freiburg, mit den Wahlen zum Europaparlament im Juni beschäftigt. „Wie lässt sich am Besten auf die Wahl aufmerksam machen?“, war die Frage, die nicht nur die Freiburger Gruppe beschäftigte. Der JEF-Landesvorstand von Baden-Württemberg, trat an im Januar 2009, mit der Nachricht an uns heran, dass im Rahmen der „Du-Machst-Initiative“ Fördergelder vom Deutschen Bundesjugendring eingeworben wurden. Sieben regionale Gruppen der JEF beschlossen daraufhin, Podiumsdiskussionen zu europäischen Themen zu organisieren. · Organisation Die Freiburger Gruppe entschied sich für den Diskussions-Titel „Werte und Grenzen der Europäischen Union“. Ein möglichst breit gefasstes Thema, sollte ein breites Publikum ansprechen. Vorrangige Aufgabe war es, Diskussionsteilnehmer zu gewinnen. Wir schrieben Mitgliedern des Europäischen Parlaments deren politische Heimat Baden-Württemberg ist. Obwohl dies noch im Januar geschah, hatten manche zu diesem Zeitpunkt, in der heißen Phase vor den Wahlen, keine Termine mehr frei. Schließlich konnten wir MEP-Kandidaten aus allen großen Parteien für den 13. Mai. gewinnen. Die Teilnehmenden waren: Tobias Pflüger (Linke), die Freiburger Stadträtin Gabi Rolland (SPD), MEP Heide Rühle (Grüne), der Landtagsabgeordnete Michael Theurer (FDP) und Birgit Veith, stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Emmendingen. Außerdem war die Schülerin und Teilnehmerin des Jugendwählerforums Europawahl, Orsolya Röser, als „Stimme der Jugend“ vertreten. Für die Moderatorin konnten wir Frau Dr. Ursula Degener, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Freiburg gewinnen. Die JEF-Freiburg entschied sich dafür, die Podiumsdiskussion nicht in den Räumlichkeiten der Uni stattfinden zu lassen. Wir wählten das Jazzhaus – eine Größe im Freiburger Kulturleben – als Veranstaltungsort um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen. Da dafür Miete zu zahlen war, wurde eine zusätzliche Finanzierung nötig. Wir erhielten weitere Mittel von dem JEF-Bundesverband, sowie vom u-ASTA der Universität Freiburg. Ein unerwartetes Problem trat auf, als wir feststellen mussten, dass das Colloquium Politikum in Zusammenarbeit mit „Junges Freiburg“ für den selben Tag ebenfalls eine Podiumsdiskussion anlässlich der Europawahl geplant hatte. Mit viel Mühe konnten schließlich beide Veranstaltungen zusammengelegt werden. Jetzt galt es nur noch die Veranstaltung Publik zu machen; Plakate kleben und Flyer verteilten! · Veranstaltung und Reaktion Trotz eines Wolkenbruchs reichten die Stühle am 13. Mai im Jazzhaus nicht aus. Vor ca. 170 Gästen und Journalisten des SWR, sowie der Badischen Zeitung wurde angeregt diskutiert. Über den Vertrag von Lissabon bis zum Beitritt der Türkei, haben die Parteien einigende Werte, aber auch Grenzen der Gemeinsamkeit festgestellt. Die Diskussion mit dem Plenum war ebenso kritisch wie vielfältig. Hier wurde offenbar, dass unser Ziel, ein möglichst breites Spektrum zu erreichen, aufgegangen ist. Dass bei der durchgeführten Probeabstimmung im „Wahlkreis Jazzhaus“, die Grünen 48% der Stimmen erzielten, ist möglicherweise ein Resultat daraus, dass viele Jungwähler erschienen waren. Der Abend klang mit Musik und Getränken gemütlich aus.
EU & Globalisierung - Traumpaar oder Rosenkrieg? - Podiumsdiskussion in Stuttgart 
Traumpaar oder Rosenkrieg? Die EU und die Globalisierung – Eine Diskussionsveranstaltung mit den Vertretern der Jugendparteien. Schon einmal darüber nachgedacht, ob die Globalisierung der Europäischen Union nutzt oder schadet? Wie muss sich die EU wirtschaftspolitisch positionieren? Welche globale Verantwortung trägt sie? Unter Leitung von Christopher Ziedler von der Stuttgarter Zeitung entspann sich zu diesem Thema am 8. April im Café Merlin in Stuttgart eine lebhafte Diskussion. Eingeladen hatten wir (die JEF Stuttgart) junge Vertreter der Jugenparteien. Darunter befanden sich Jan-Phillipp Albrecht (Grüne Jugend), Tom Eich (Junge Liberale), Daniel Frey (Junge Union) und Dejan Perc (Jusos). Die Organisatoren vom Kreisverband Stuttgart der „Jungen Europäer“ freuten sich besonders über die große Resonanz auf die im Vorfeld verteilten Werbeflyer und Plakate. Das überwiegend junge Publikum (vor allem auch Mitglieder der anwesenden Jugendparteien) nahm die Gelegenheit wahr und trat in intensiven, oft auch kontroversen, Austausch mit den Stuttgarter Kandidaten zur Europa- bzw. Gemeinderatswahl. Auch aufgrund dieser ersten Veranstaltung des Kreisverbandes Stuttgarts in Hinblick auf die Europawahl konnte in den ersten 6 Monaten des Jahres 2009 die Mitgliederzahl um annähernd 50 Prozent gesteigert werden. Die Europäische Idee ist in der jungen Generation angekommen. Dies zeigten auch die geäußerten Ansichten der Politiker wie Zuhörer. So war es der Konsens aller, das zwar um Details erbittert gekämpft werden darf, die Entwicklung in seinem Ganzen jedoch positiv zu bewerten ist. Sorgen mache lediglich die geringe mediale Präsenz europäischer Politik. Um diese, sowie die besorgniserregend geringe Wahlbeteiligung, zu erhöhen, hatten die Vertreter aller Parteien ein Rezept: Mehr Kompetenzen für das Europäische Parlament. Es war daher ein Abend ganz im Sinne der Organisatoren. Als einzige Verbesserung für zukünftige Veranstaltungen wurde ein enger gefasstes Thema beschlossen, um den Teilnehmenden zu ermöglich, noch mehr in die Tiefe zu gehen.
Wie viel Europa darf's denn sein? - Wir haben die Wahl. Die Podiumsdiskussion in Heilbronn.
Als sich die kleine Gruppe der JEF Heilbronn – gemischt aus Schülern, Studenten und Berufstätigen - zu einer gemeinsamen Runde zusammenfand, um über die Planung des bevorstehenden Jahres zu sprechen, gab es einige Fragen, die es zubeantworten galt: Wie viele Aktionen bestimmten Umfangs war man in der Lage anzugehen? Auf welche Veranstaltungen aus dem reichhaltigen Angebot wollte man sich einlassen, auf welche weniger? Neben anderen Projekten fiel die Wahl schnell auf die Podiumsdiskussion des Projekts 'Wir haben die Wahl' im Zuge der Projektreihe 'YOUrope – YOUvote'. Im nächsten Schritt galt es nun, die Planung und Umsetzung des Projekts möglichst effektiv zu gestalten, da wir uns bereits zu diesem Zeitpunkt aufgrund interner Strukturschwierigkeiten in zeitlichem Verzug befanden. Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns für das Thema 'Europas Antwort auf die Globalisierung', eine weitere Eingrezung auf die Frage 'Wie viel Europa darf's denn sein?', welche das gewünschte Kräfteverhältnis der Mitglieder der Europäischen Union thematisierte, erfolgte einige Zeit später. Da nun die grobe Richtung entschieden war, galt es, weitere Aufgaben zu bewältigen: Es mussten Flyer gedruckt und verteilt werden, wir sollten die örtlichen Schulen Medien auf unser Projekt aufmerksam machen, ein geeigneter Raum musste her. Nicht zu vergessen war natürlich die Zusammensetzung des Podiums am Abend selbst. Die Aufgaben wurden in der Runde weitgehend besprochen und anschließend verteilt, worauf man sich weiteren Punkten der Tagesordung zuwandte und die Versammlung schließlich zu ihrem Ende kam. In der folgenden Zeit stellte sich heraus, dass Einiges schnell und erfolgreich zu bewältigen war, Anderes jedoch eingehenderer Planung bedurft hätte. Beispielsweise fand sich wider Erwarten sehr schnell ein kostengünstiger, gemütlicher Raum mit zentraler Lage, der keine großen Aufwendungen notwendig machte, und das Ertellen der Flyer und Pressemitteilungen erwies ich als Kinderspiel aufgrund sehr hilfreicher Vorlagen. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, möglichst viele potentielle Interessierte über die Diskussion zu informieren sowie zu diesem Zweck eine gewisse Medienpräsenz zu erreichen. Wie sich später herausstellen sollte, wurde diese Aufgabe nicht zufriedenstellend gelöst, denn der ausschließliche Kontakt via E-Mail zu zeitlich derart schwierigen Bedingungen erwies sich als höchst ineffizient. Zudem galt es noch über die Frage der Zusammensetzung der Diskussionsgruppe zu entscheiden. Wollten wir Vertreter aus der Politik mit solchen aus der Wirtschaft zusammenbringen? Wie stark sollte der Anteil an jugendlichen Experten sein? Da der Veranstaltungstermin schon bald bervorstand, entschieden wir uns für ein Gleichgewicht aus Jugenlichen und Politikern und hielten uns die Option, Vertreter aus der Wirtschaft hinzu zu nehmen, offen. Entscheidend für die Zusammensetzung war nun die Bereitschaft der auserwählten Personen zur Teilnahme an der Diskussion. Trotz des immensen Zeitdrucks gelang es uns, eine viel versprechende Runde zusammen zu bringen, was sich am Abend der Veranstaltung selbst mehr als bemerkbar machte. Wer sich dann am 14.5.09 gegen 19:30 im gemütlichen Halbdunkel des Gewölbekellers unterhalb des Deutschhofes in Heilbronn wiederfand, bekam eine junge, hochinteressante Podiumsdiskussion zu hören, die so gar nicht zu dem altertümlich-romantischen Ambiente passte: „Europas Antwort auf die Globalisierung“ – ein Thema von brennender Aktualität. Obwohl zu beginn nur recht wenige Teilnehmer die Stuhlreihen besetzen, steigerte sich die Zahl der Zuhörer doch im Laufe der Veranstaltung, um der zu Beginn sehr hitzig geführten Grundsatzdiskussion der verschiedenen Parteivertreter zu lauschen. Außer der Linken waren alle großen Parteien auf dem Podium sehr gut vertreten und auch die JEF ließ sich nicht l***en und schickte den redegewandten „jungen Experten“ Simon Kohl ins Rennen. Obwohl unter den Diskutierenden häufig ein erstaunlicher Konsens herrschte, kamen doch alle Parteiprofile klar heraus: Während Andreas Lanio (JuSos) und Björn Hayer (Grüne) sich für ein soziales und ökologisches Europa der Zukunft einsetzten, sprachen Christian Schuster (Junge Union) und Christopher Knaf (FDP) verstärkt von liberal-wirtschaftlichen und freiheitlichen Aspekten. Diesem themenoffenen ersten Schlagabtausch folgte ein von Moderator Oleg Haas (JEF) geschickt eingefädelter Übergang zum Kern des Themas: Der europäischen Antwort auf die Globalisierung. Hierbei lag der Schwerpunkt aller Parteivertreter auf einer schnellen Ratifizierung des Lissabonner Vertrags, der Entscheidungsprozesse innerhalb der EU erleichtern und Europa mit einer Stimme sprechen lassen soll. Nach über 90 Minuten hochinteressanter Diskussion war es am Ende sehr schön zu beobachten, wie die Diskutanten in freundlichen-interessierten Gesprächen die Hitze des Disputes hinter sich ließen und gemeinsam den still gewordenen Keller aufräumten: Ein Stück Europa – in Vielfalt geeint.
Podiumsdiskussion in Friedrichshafen
Südkurier vom 29.05.09 Diskussion mit jungem Publikum Kandidaten aller Parteien haben sich am Mittwochabend in der Zeppelin-Universität versammelt, um mit Hinblick auf die Wahlen am 7. Juli über Europapolitik zu diskutieren. Die Politiker stellten sich den Fragen des Publikums. Initiiert wurde die Podiumsdiskussion von den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF). Friedrichshafen – JEF-Mitglied Johannes Heuser, Student an der ZU, und Cornelia Wiethaler, Studentin in Konstanz und Kreisvorstandsmitglied der Grünen des Bodenseekreises, führten durch die Diskussionen. Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Kandidaten eine Minute Zeit, um sich vorzustellen. Auf dem Podium standen sich Tom Eich (FDP), Heide Rühle (Grüne), Sascha Wagener (Die Linke), Alfred Diebold (SPD) und Norbert Lins (CDU) gegenüber. Eine eigene Stimme bekamen auch die Jugendlichen durch Sandra Ongherth, Schülerin in Friedrichshafen, und Angelika Schenk, JEF-Mitglied, die den Parteimitgliedern die Ansichten Jugendlicher vermittelten. Das erste Thema des Abends lautete Wirtschafts- und Finanzpolitik. „Was sind Ihrer Meinung nach die Ziele europäischer Finanzkrisenpolitik?“ wollte Wiethaler von den Podiumsteilnehmern wissen. „Alles bleibt wie es ist, wenn nicht die großen sozialen Probleme mit angepackt werden. Wir benötigen eine Umverteilung und müssen die Zusammenhänge zu anderen Krisen wie der Welthungerkrise sehen“, sagte Wagener. „Wir müssen den Binnenmarkt stärker regulieren und nachhaltig wirtschaften“, fügte Rühle hinzu. Der Kandidat der FDP stellte die Frage, inwieweit konsequent durchgegriffen werde und inwiefern die Mitgliedsstaaten bereit seien, Kompetenzen abzugeben. Von Seiten der SPD gelte es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Krise habe aber auch wegen großer Intransparenz solche Ausmaße angenommen. Der Vertreter der CDU sprach sich für die nationalen Konjunkturprogramme aus, jedoch sollten diese von einer internationalen Finanzaufsicht koordiniert werden. Im Fokus des Abends stand die Jugend. Dies zeigte sich in der Frage, ob die EU auch in Zukunft Austauschprogramme wie beispielsweise Erasmus für Schüler und Studenten fördern solle. „Ich finde Austauschprogramme wahnsinnig wichtig und gerade durch Erasmus wird man schnell zum Europäer. Probleme sind bei Studenten wohl momentan noch die Anerkennungen von geleisteten Fächern“, erläuterte Eich. Auch die anderen Teilnehmer sprachen sich klar für eine Beibehaltung und auch Ausweitung von Austauschprogrammen aus: „Ich finde es wichtig, dass junge Menschen einen Einblick in ihr Europa bekommen und so ihre Sichtweisen verändern können“, sagte Alfred Diebold von der SPD. 200 Euro Förderung für Studenten seien für finanzschwache Studenten jedoch immer noch sehr wenig, ergänzte Heide Rühle. Aus Sicht der Jugendlichen sind hierbei allerdings noch viele Fragen ungeklärt: „Ich finde schwierig zu entscheiden, ob ich irgendwann ins Ausland gehen möchte, weil keiner genau weiß, wie das mit der Anrechnung von Kursen ist und was im Ausland alles an Kosten auf einen zukommt“, äußerte sich Sandra Ongherth. Aufklärungsarbeit solle hierbei vor allem an der Quelle, also den Universitäten stattfinden, sagte Tom Eich. Abschließend erinnerte Eich daran, wie dankbar man als junger Europäer für das heutige Europa sein könne: „Was uns hier mit auf den Weg gegeben wurde, ist eine unglaubliche Chance, die wir nutzen sollten.“
Bankennot-Klimatod 
Die JEF Tübingen hatten die baden-württembergischen SpitzenkandidatInnen zur Europawahl 2009 zu Gast Lebhafte Diskussion vor 300 Studierenden Am Donnerstag Abend, dem 14. Mai, fanden sich im Hörsaal 24 des Kupferbaus der Universität Tübingen so viele Studierende ein, wie sonst nur selten in Vorlesungen. Die JEF Tübingen hatte die baden-württembergischen Spitzenkandidaten zur Europawahl eingeladen, um über das Thema „Bankennot = Klimatod? Die EU zwischen Wirtschaftskrise und Klimawandel“ zu diskutieren. Die beiden JEFerinnen Laura Kroschewski und Lisa Schulze moderierten die Diskussion und hakten auch mal nach, wenn sie den Eindruck hatten, dass die Antworten ausweichend formuliert wurden. Insgesamt aber führten Evelyne Gebhardt (SPD), Heide Rühle (Grüne), Rainer Wieland (CDU), Tobias Pflüger (Linke) und der Spitzenkandidat der Jungen Liberalen, Tom Eich, eine lebhafte und informative Diskussion, in der zur Freude der Zuhörer auch gerne das ein oder andere Mal polemisierend zugespitzt wurde. Bei allen zum Teil unterschiedlichen Positionen der Abgeordneten in den Bereichen Wirtschaft und Klima wurde allerdings schnell klar, dass eine Lösung für beide Probleme nur auf europäischer Ebene gefunden werden kann. Insgesamt bot sich den Zuhörern eine überzeugende und glaubwürdige Diskussion ihrer VertreterInnen im Europäischen Parlament. Am Ende konnten die Studierenden in einer simulierten Europawahl für „ihren“ Kandidaten/ „ihre“ Kandidatin abstimmen. Heide Rühle durfte sich mit 41,7% der Stimmen über den ersten Platz freuen, gefolgt von Evelyne Gebhardt (29,8%) und Rainer Wieland (10,9%). Tom Eich (9,5%) und Tobias Pflüger (8,1%) belegten die Plätze vier und fünf. Trotz der europaweit erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung bei den „echten“ Europawahlen vom 7. Juni konnten sich die Tübinger Mitglieder der Europa-Union und der JEF wenigstens über etwas freuen: die Europawahlbeteiligung in Tübingen lag mit 58, 5 % weit vor derjenigen der anderen großen Städte Baden-Württembergs (und der Kommunalwahlbeteiligung) und konnte im Vergleich zu 2004 (58,2%) sogar noch ausgebaut werden.
|
|
|
|