JEF diskutieren mit Franziska Brantner



Auf Einladung des Kreisverbands Freiburg von Bündnis 90/Die Grünen diskutierten der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Europäer - JEF Baden-Württemberg, Markus Breitweg, und die Europaabgeordnete der Grünen, Franziska Brantner, am Mittwoch Abend (18. Januar) im Freiburger Goetheinstitut über die Zukunft Europas angesichts der europäischen Schuldenkrise.

 

Die Diskussion mit lebhafter Beteiligung des zumeist jungen Publikums konzentrierte sich einerseits auf konkrete Maßnahmen der aktuellen Krisenbekämpfung und auf die Frage, inwieweit die derzeitigen Sparprogramme auch von Investitionsprogrammen flankiert werden müssen. Andererseits wurden aber auch grundsätzliche Fragen angesprochen, wie z.B. die Entkoppelung von Währung und Werten, d.h. die Entkoppelung von Finanzmarktprodukten von der Realwirtschaft.

 

Einigkeit bestand in der Forderung nach mehr Ehrlichkeit in der Debatte. Medien und Politik müssten auch die Vorteile, die Deutschland durch den Euro genieße, stärker ins Rampenlicht rücken. Auf die deutliche Kritik Brantners am Krisenmanagement von Angela Merkel erwiderte Breitweg, dass keine der politischen Parteien sich in den vergangenen Jahren mit Ruhm bekleckert habe. "Es war eine rot-grüne Bundesregierung, die den Stabilitätsmechanismus aufgeweicht hat", so Breitweg. Alle Parteien müssten nun Antworten finden - nicht nur zur Lösung der Schuldenkrise, sondern für das "Gesamtprojekt Europa".

 

Ungeachtet kleinerer Differenzen über die eine oder andere konkrete Maßnahme herrschte zwischen beiden Diskutanten die einhellige Auffassung, dass der einzige Weg aus der Krise nur aus einem "Mehr" an europäischer Integration bestehen kann. Dass dabei "genau abzuwägen ist, in welchen Bereichen Vergemeinschaftung Sinn macht und wo nicht", wie Franziska Brantner betonte, war auch aus Sicht von Markus Breitweg nicht zu besteiten. Er machte jedoch abschließend deutlich, dass "das Ziel der JEF auch weiterhin ein echter europäischer Bundesstaat" bleibe.

 

(Bericht: Martin Renner - Stv. Landesvorsitzender)